Aufstieg in die Regionalliga 2011
Saisonabschluß in Osnabrück
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Im Land der Kakteen (Osnabrück) werden wir, du wirst sehn, wieder Tanzmeister, Tanzmeister sein
Eins stand auf jeden Fall schon vor dem letzten Saisonturnier fest: Egal wie diese Saison für uns ausgeht, wir haben jeden Grund zu feiern!!!
Auch die letzte Trainingseinheit am Mittwoch war bezeichnend für unsere Gute Stimmung und die Vorfreunde auf Samstag. Waren wir doch in unserer Kritik die letzten Wochen so kleinlich geworden, das wir selber schon drüber schmunzeln mussten.
Aber an zwei Hebefiguren mussten wir eben doch noch ran und stellten erstaunlicher Weise fest, das Conny bei der Hebung auf Irina noch einen Kaffee trinken könnte, während sich Franzi damit beschäftigt, wie man wohl am elegantesten auf Tina raufkommt. Yvonnes Fazit: Egal wie, aber auf 7. Franzis Fazit: Ich bemüh mich :)
Nachdem Lottas Schambein dann noch eine etwas unsanfte Begegnung mit Valeryias Fuß hatte, beendeten wir dann doch bald die Trainingseinheit, das Invalidenlager ist mit lädierten Daumen, gebrochenenen Zehen und komischen Gnubbel-Krämpfen eindeutig groß genug.
Samstag morgen um 7.30 Uhr fuhr der Bus voll bepackt mit der Formation, den Coaches, Hanne+Günni sowie Fans, diversen Taschen, Essen und der obligatroischen Sektmenge + 6 Flaschen von Papa Marcello (Begründung: „Es kann ja nicht sein, das euch 50 km vor Hamburg wieder der Sekt ausgeht" :o) ) vom Appelhoff Richtung Osnabrück ab. Diesmal nicht mit Busfahrer Frank, allerdings auch nicht mit dem „befürchteten" Klaus, sondern mit Willi Sommerfeld.
Osnabrück? Da waren wir noch nie, stellte auch Günni in seiner obligatroischen Heute-ist-Wettkampf-Begrüßung per Mikrofon fest. Und fasste nocheinmal zusammen, was wir diese Saion mit einem 3. Platz und zwei 1. Plätzen schon erreicht hatten und das für uns heute der Aufstieg in die Regionalliga möglich war. Da kam auch schon die Nervosität wieder hoch, die den einen oder anderen schon die Nacht hatte nicht so gut schlafen lassen.
Noch ein paar kurze organisatorische Hinweise:
- „die Toilette im Bus bitte nicht benutzen,der Bus geht morgen auf große Reise" ----> „hehe, von mir aus, aber du wirst deine Worte bereuhen, wenn du erstmal weißt, wie feucht-fröhlich unsere Rückfahrt aussieht und du alle 10 min. anhalten musst"
- „wir machen dann auf der Hinfahrt eine PP auf der Hälfte der Strecke!" -----> Ah ja, okay, Strecke HH-OS ca. 240 km, Hälfte wäre ca. kurz hinter Bremen. Das passt.
Die meisten holten dann doch den fehlenden Schlaf der letzten Nacht nach, voll ausgestattet mit Decken und Kissen und in Positionen, die mich an Sit in Ice Age erinnerten. :)
Nach der PP in Vechta!!! (ca. 40 km vor OS, finde den Fehler!) wars dann ja nicht mehr weit, schon mal innerlich auf alles Anstehende einrichten.....
Unsere „Kabine" im Keller bezogen wir mit den beiden anderen „erwachsenen" Formationen, deren Altersdurchnitt, wie bei uns über 20 liegt. Ja ne klar, die Alten kommen in den Keller. :) Aber da war wenigsten viel Platz, so das wir unsere Taschen ausnahmsweise nicht stapeln mussten und wir mit unserer Chef-Stylistin Nadine ein großzügiges Schmink- und Haarstudio eröffnen konnten. Zack fertig machen zur Stellprobe und einen Blick in die unbekannte Halle werfen. Typische Basketballhalle mit Holzboden!?, der mich irgendwie an Stäbchenparkett erinnerte. Nach den blauen Flecken zufolge wars wohl auch kein hin und her diskutierer Schwingboden, naja, ist ja letztes Turnier :) Die Plätze in den Rängen waren merkwürdig hoch und ließen uns befürchten, das oben bei den Zuschauern nicht besonders viel von der Ausstrahlung ankommt. Die Stellprobe verlief, soweit ich das von oben durch die Cam beobachten konnte, ganz gut. Der Boden allerdings frei nach dem Motto „Tänzer-Füße sind blutende Füße". Naja, Tanzteppich wär besser, aber da sind wir wohl verwöhnt....
Dann die übliche Reihenfolge, duschen, essen, fertig machen. Durch die Arbeitsteilung und Nadines Erfahrungen waren wir so schnell wie noch nie und die meisten konnten sich noch das Landesligaturnier anschauen.
Und dann war es soweit: 16 Uhr und der Beginn unseres Turnier.
Mit Jessi und Lotta in der Vorrunde, durften wir dann als sechstes endlich ran, im Spitzen-Sandwich zwischen den Formationen aus Goslar und Bremerhaven. Klar, einige Wackler und Unstimmigkeiten waren dabei, trotzdem wars super und würde uns mit Sicherheit wieder ins Große Finale bringen.
Jessi suchte schonmal vorsorglich nach einem Kleidchen, welches sie beim Siegertanz tragen konnte, falls es denn soweit kommen sollte ..... dann gings mal wieder schnell.....Großes Finale mit Zirkon, kurz restauriert und dann schnell wieder warm machen.
Kurz nochmal, im Bongo-Bongo-Sound der Bremerhavener, mit der flachen Hand auf die Brust geklopft und schon gings mit Esther und Katrin als drittes im großen Finale auf die Fläche, wieder im Spitzen-Sandwich, Bremerhaven vor uns, Goslar nach uns. Ansage: mehr Gefühl!!!
Und das kam auch! Aber auch in dieser Runde 2 oder 3 Unstimmigkeiten und eine etwas verunglückte Hebefigur, die von Valeryia und Katrin super gerettet wurde (Kompliment!).
Wer aber den Tanz nicht so kennt wie wir, hat das bestimmt nicht gesehen! (Späteres Interview mit Bäumchen: „Ich habe gesehen das es anders war, aber wo es jetzt richtig und wo verunglückt war, wusste ich nicht!)
Jetzt nur noch warten auf die offene Wertung.... man man man, wie lange tanzen die denn da? Kann das nicht schon vorbei sein?
Nachdem dann alle Formationen endlich durch waren, nahmen wir in unserem typischen Zirkon-Klumpen in der Halle platz, eine Hand war schwitziger als die andere und keiner sagte mehr einen Ton. Was genau in unseren Köpfen vor sich ging lässt sich wohl nicht beschreiben.
Sollte es wirklich so sein, das hier und heute endlich das in erfüllung geht, was uns die letzten Jahre irgendwie unmöglich erschien???
Die Wertungsrichter nahmen Ihre Plätze auf der Fläche ein, dann die erste Wertung für Restless 6 6 4 5 5, ......... jetzt die Wertung für Bremerhaven 2 3 3 1 1, oh man, zwei Einsen, was ziehen die jetzt für uns?
Ungewohnte Anspannung bei uns und irgendwie kein Gutes Gefühl. Wir drücken unsere Hände fester und rutschten gefühlt noch weiter zusammen. Und dann kam sie...... unsere Wertung: 1 1 1 2 4
Es folgten Schreie, Sprünge, Küsse, Umarmungen und vor allem Tränen. 1. Platz und damit auch den 1. Platz in der Tabelle und den Aufstieg in die Regionalliga. Ein Tag der in die Zirkon-Geschichte eingeht!
Der benommene Coach wurde von allen geherzt, geknutscht und gefeiert.
Siegerehrung, da dürfen die Sieger natürlich nicht fehlen! :) Wohw! Und diesmal mit zwei Pokalen für uns :)
Den tollen Aufstiegspokal durfte uns sogar Günni überreichen und ich behauptete jetzt einfach mal, das es ihm genauso viel Freude bereitet hat, wie uns eben diesen anzunehmen :)
Und dann die große Überraschung, nicht nur wir, sondern auch die Mädels aus Goslar, mit dem 2.Tabellenplatz, steigen in die Regionalliga auf. Soso der zweite also auch. :) Hatten wir nicht kurz vor der Siegerehrung noch gefragt ob wirklich nur der 1. Platz aufsteigt????? Da wusste unser Günni das doch schon den ganzen Tag und hatte nur die Coaches eingeweiht. :)
Aber selbst das war jetzt egal. :)
Die Tänzer(innen) aus Goslar und Bremerhaven drückten und gratulierten jedem von uns, den sie in die Finger bekamen.
Dafür möchten wir uns nochmal ganz herzlich bedanken. :)
So und nun Siegertanz! „ähhhhhhhhhhhhmmmmm, nein, das geht nicht, andere Formationen möchten das nicht!"
Bitte waaaaaaaaaaaaaaaaaaas!? Da gewinnen wir einmal und dürfen keinen Siegertanz machen? Komisch, ich kann mich nicht erinnern, das Zirkon jemals dagegen war, dass die Sieger einen Siegertanz machen. Aber das zeigt mal wieder, wie gute Verlieren wir sind, aber das war heute nicht unser Thema, denn heute waren WIR die Sieger und wenn wir eben den offiziellen Siegertanz nicht bekommen, dann machen wir eben unseren eigenen Siegertanz :) und so tönte auch schon bald
„Follow the leader, leader, leader, follow the leader" aus den Lautsprechern und gemeinsam mit den Mädels (+Jungs) aus Goslar und Bremerhaven rockten wir mal wieder die Fläche.
Und dann noch eine gute Nachricht, der gute Willi Sommerfeld erlaubte eine frühere Abfahrt +Essen und Party im Bus. Nun schnell duschen und fertig machen, ab in den Bus, schließlich erwartete man uns noch als Ehrengäste auf der After-Show-Party :)
Die Rückfahrt wurde wie immer feucht-fröhlich und immer wieder mussten wir uns selbst mit lauten Rufen
daran erinnern, wo wir nächstes Jahr tanzen. REGIONALLIGA!!!! Einfach eine unglaubliche Saison!
Die befürchteten 25 PP blieben aus, nur eine gönnten wir uns dann doch, das ist Rekord Mädels :)
Und als Valeryia und Tina das Klo stürmten und dabei zu folgendem Titel„Wir stehen auf – und setzen uns wieder hin" anstimmten, brachen alle Dämme.
Der Rest der Busfahrt verging wie im Flug und bekanntermaßen soll man ja aufhören, wenns am schönsten ist, was einige von uns heute mal dezent ignorierten und einfach auf der After-Show-Party weiterfeierten :) Es sei uns gegönnt, sowas wie einen Aufstieg erlebt man nicht alle Tage :)
In diesem Sinne Mädels, wir haben jahrelang nicht aufgegeben und sind endlich belohnt worden. Nach 5 Jahren in der Oberliga steigen wir, völlig verdient, zurück in die Regionalliga auf!!!!
Diese Jahr hat auch bei uns einfach mal alles zusammen gepasst! Und es ist ein wahnsinniges Gefühl das mitzuerleben.
Ein ganz großes Dankeschön an Yvonne, Andrea, Hanne, Günni und vor allem unsere Fans!!!!!!!!!!!!! Ihr seid die Besten!!
Lasst es uns anpacken, das Projekt Regionalliga 2011 mit Zirkon. Ich freu mich drauf!
Eure Lessy
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Erneut der 1.Platz für Zirkon beim 3. Turnier in Berlin
Eeeeeeeerster!!!!!
Gebrochene Daumen und Zehen, aber keine gebrochenen Herzen
„Hi, wir sind 16 tanzwütige Mädchen im Alter von…ach, nicht so wichtig… und können überhaupt nicht glauben, was diese Saison mit uns passiert!“ Programmhefte gibt’s nicht mehr wirklich, aber so oder so ähnlich hätte unser Beitrag diesmal lauten können. Ist das alles zu fassen? Kneif mich, ich glaub ich spinne!
Alles begann an diesem lauen Sommermorgen im Kaiserschnitt, äh Schneidersitz. Nachdem die Kabine zusammen mit zwei anderen Formationen bezogen worden war (schon irgendwie blöd, wenn man als Letzter eintrifft, aber der Coach hat das mal kurz geregelt), wurde das Hallentrauma klein- und die Vorfreude großgeredet. Nach einer unspektakulären Stellprobe ging es samt Haar- und Schminkutensilien in den Schatten vor der Halle (für Tänzer gilt auf Turnieren uneingeschränkt: mit dem Schädel RAUS aus der Sonne!!). Lotta verteilte derweil großzügig „große“ Noten und erörterte mit Yvonne den Vorteil eines Ein-Arm-Traumas gegenüber den unangenehmen Folgen eines üblen Zwei-Arm-Traumas. Gleichzeitig konzentrierte sich Katrin auf den „Plick auf Trei“, und Valeriya und Alessandra stellten fest: selbst schuld, wer aufm Strich dreht!
Und dann wurde es ernst. Nach einem Einmarsch, der sich stark wie „Getting jiggy with it“ anfühlte, durften wir als fünfte Formation in der Vorrunde antreten. Esther, die sich später den neuen Spitznamen Curly Sue zuzog (auf den Busfotos ist für jeden ersichtlich, warum), hatte heute ihre JMD-Turnier-Premiere und meisterte sie mit Bravour. Auch der Rest der tollkühnen Bande lieferte souverän ab, so dass wir uns über den Einzug ins große Finale mit 6 anderen Formationen freuen konnten. Über unseren Auftritt in der zweiten Runde kann ich nicht viel sagen; Tränen nahmen mir die Sicht. :) Aber auch das schien gut geklappt zu haben, denn unser Coach war schon wieder sehr zufrieden mit uns.
Doch selbst das konnte uns natürlich nicht den Bammel vor der offenen Wertung nehmen. Hatten wir auch die Wertungsrichter überzeugt? War das gut genug, um wieder auf dem Treppchen zu landen?
Was dann passierte, war mal wieder WOW und unbeschreiblich krass. Nachdem die meisten anderen Wertungen schon durch waren, realisierten wir langsam, dass noch ein paar Einsen im Spiel waren. Und ja: drei davon landeten auf unserem Konto! Ne 1-1-1-3-2-Wertung sicherte uns den Turniersieg, so dass wir jetzt punktgleich mit den Tigers aus Goslar auf dem 1. Platz in der Gesamttabelle stehen. Aaaaaraaaaaaanaea! Gibt‘s das??? Also nee, zu fassen ist das alles wirklich nicht… SEKT HER!!
Nach dem Duschen sollte es nun gen Heimat gehen. Umfangreiche Sperrungen rund um Berlin verzögerten jedoch unsere Rückreise. Also zogen wir eine Stadtrundfahrt dem Stehen im Stau vor und sahen – kommentiert von unserem tollen und toleranten Busfahrer – die Sehenswürdigkeiten unsere Hauptstadt. Nach anderthalb Stunden durch Berlin waren wir dann sicher: der Busfahrer kennt ein schwarzes Loch - in ner halben Stunde kommen wir direkt beim Elbtunnen raus! Das sollte sich zwar als Irrtum erweisen, aber um kurz vor Mitternacht trafen wir dann doch in Hamburg ein. Vorher ging im Bus aber mal wieder die Luzie ab. Hatten wir auf der Hinfahrt noch erfahren, dass Gegenstände, die im Gang liegen, 400 € Strafe mit sich bringen, zeigte sich nun, dass dasselbe anscheinend nicht für Personen gilt. Bleibt nur noch zu sagen: Liebe ist wie Valeriya, und wer kommt denn schon mit Valeriya klar? :)
Krass, Mädels, dass wir trotz gebrochener Daumen und Zehen und trotz unseres hohen Alters (…) das Turnier (und alles hinterher) so rocken konnten. Das war ein tolles Geburtstagsgeschenk. Danke.
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1.Platz beim 2.Turnier in Hamburg für ZIRKON
Follow the leader…leader…leader
Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah…..!!!
Eigentlich wollte ich nicht mehr schreiben als das, aber das wäre irgendwie nicht wirklich produktiv. Allerdings nur fair gegenüber denjenigen, die am Sonntag nicht in der Wandsbeker Sporthalle waren um ebendies mitanzusehen. Wollen wir mal nicht so sein…
Wie alles begann: Nachdem sich unsere Lieblingsfrösche am Sonntag nicht nur auf das verdiente Podest sondern auch noch auf den 1. Tabellenplatz gequakt hatten, lag die Messlatte für den Sonntag nicht unbedingt auf Normalnull. Allerdings trug genau diese Erwartungshaltung zu der positivnervösen Grundstimmung bei, die wir alle schon seit einigen Wochen vor uns herschoben.
Dieses Jahr lag die Organisation des Hamburger Turnierwochenendes in den fleißigen Händen der JMD-Gruppen mit großartiger Unterstützung der üblichen Verdächtigen. Gut, dass wir am Samstag so gut wie alles soweit vorbereitet hatten, dass wir Zirkonies am Sonntag ohne allzuviel im Kopf und ohne Listen in den Händen um 9:30 in die Halle trudeln konnten. Kurze Erwärmung und auf einmal stand man schon zur Stellprobe auf der Fläche. Wie ist das denn passiert? Noch einmal gegähnt und dann schnell unter die Dusche - schließlich wollten wir die Ferkeleien dem Schweinske überlassen. Ungewöhnlich lange dauerte leider die Bedienung, hatten wir doch eigentlich vorbestellt. Bei abschweifendem Blick aus dem Fenster betrachtete man Plakate zum Wandsbeker Bürgerschießen. Ist das Erschießen von Menschen wirklich immer eine Lösung? Geteilte Meinungen … Einige kleine Morgenferkel, Schlemmerschweine und Käseschweinereien später verdrückten wir uns schnellstmöglich in die schützende Halle, da wir nicht genau wussten, ob Noah uns mit auf die Arche nehmen würde, wenn es weiter so regnete. Egal - bestes Turnierwetter!
Achja, Turnier. Da war ja was. An dieser Stelle bitte ein ganz großes DANKE an Nadine. Denn hätte sie nicht bereits um 13 Uhr angefangen uns dermaßen herzurichten, wie es sich für gebührende Spinnen gehört, wären wir wohl jetzt noch nicht so weit. Du bist großartig! Halbfertig aber dennoch von innerer Nervosität befallen lugten wir zum Verbandsligaturnier, das den Auftakt des Sonntags bildete. Fabulit und Axinit schlugen sich großartig und sorgten mit viel Elan und teilweise neuen Kostümen für Euphorie und den Gedanken, dass es in Hamburg tatsächlich etwas zu reißen gab! Ein großartiger 2. sowie 6. Platz können sich mehr als sehen lassen. Gratulation an euch und eure Trainerinnen!
Nun wollten wir aber auch auf die Fläche. Fläche ist ja eigentlich gar kein Wort. Super-duper-funkel-nagel-neu-blitzender Tanzteppich … oder so ähnlich. Der anfängliche Respekt für den stumpfen Untergrund wandelte sich in Sympathie. Man könnte sich fast dran gewöhnen. Nun aber los. Unter den gedrückten Daumen ehemaliger Zirkonies und dem Pfeifen und Tröten angereister Spinnenfreunde war es ein großartiges Gefühl, sich die Anspannung aus dem Körper zu tanzen. Plötzlich war alle Nervosität verflogen und alles schien plötzlich Sinn zu machen: Ich bin eine Spinne! Und ich gehöre genau hier hin!
Erste Runde geglückt. Tinitus vom tosenden Applaus abgeklungen. Trainerinnen happy. Rührungstränen getrocknet. A-Finale mit weiteren 6 Formationen! Jieha … Auf ein Neues, Mädels.
(An dieser Stelle - während des Schreibens dieses Berichts - läuft doch tatsächlich unsere Saisonmusik in meinem Shufflemodus von ca. 4.000 Titeln … mich wundert gar nichts mehr)
Weiter im Text. Wir durften uns also um die oberen 7 Plätze prügeln. Das war schon einmal gut und auch das, was wir uns natürlich erhofft hatten. Lagen doch die Wertungen des ersten Turniers sehr eng beieinander, war alles drin - aber noch nichts sicher! Auch die 2. Runde war laut Publikum überzeugend, ließ uns jedoch bei der offenen Wertung ganz nah zusammenrücken. Zusammen sind wir stark - geteiltes Leid ist halbes Leid… alles das ging uns wohl in diesem Moment durch den Kopf. Ach - ein 4. Platz ist doch bestimmt auch gut. Wenn jemand nicht verwöhnt ist, dann ja wohl wir.
Aber es sollte anders kommen. 3-1-1-1-1 …?...?...! Hä? Nee? Was?!? Meine Gefühle in diesem Augenblick lassen sich nicht auf dieses Papier bringen und werden wohl auch nie in Worte gefasst werden können. Aber Stolz, Freude und Dankbarkeit stritten sich um Herz und Verstand. Unter die Glückwünsche unserer GFG-Schwestern und Brüdern gesellten sich auch herzliche Grüße von den J.E.T.-Tigers, für die wir uns auch hier ganz herzlich bedanken möchten. Das wird noch eine spannende Saison :)
Nachdem Günni noch einmal allen Formationen seine Dienste bei der Benutzung der Formationsgeschenke ankündigte, läutete Andrea die After-Show-Party mit ihrer Flasche Sekt ein, die zwar nicht ausschließlich dort landete, wo sie hinsollte, ihre Wirkung aber nicht verfehlte. So konnten wir unsere angestauten Emotionen ganz ungeniert bei „Follow the leader“ ausleben. Von der großartigen Stimmung der Halle angesteckt, wurden auch die anderen Oberligaformationen dazu bewegt, es zum Abschluss mit der Synchronität nicht mehr ganz so genau zu nehmen. Und es hat auch noch nie so viel Spaß gemacht. Gerne wieder!
Auch wenn das Wochenende stressig war, eine Heidenarbeit im Voraus bescherte, wird sich wohl niemand beschweren wollen! Denn sowohl für Zuschauer und Tänzer blieben keine Wünsche offen. Und weil man in Berichten nicht oft genug danken kann, geht auch dieses Mal wieder ein Lobwort an alle fleißigen Helfer, die sowohl in sengender Hitze als auch in strömendem Regen draußen am Kuchenbuffet standen, die Kasse betreuten oder andere Aufgaben übernahmen, während sich die anderen in der Halle dem Tanzsport widmeten!
Und eins muss ich mal Yvonne, Andrea und meinen Zirkon-Mädels sagen: Wie viel Freude mir das Tanzen mit euch bereitet - aber Gewinnen ist auch nicht schlecht ;-) Was auch immer die Saison noch bringen wird, ich danke euch für einen der schönsten Momente meines Lebens!
Eure Franzi
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Grandios: Zirkon belegt den 3.Platz beim 1.Turnier in Bremerhaven
Da geht noch mehr
"Ich glaub ich SPINNE"
Alles neu macht der Mai…
Franzi hatte es prophezeit: „Vielleicht schlagen wir diesmal zu – dann, wenn es niemand erwartet…“, und sie sollte recht behalten…
Der Tag fing schon ganz anders an als sonst, nämlich unvollzählig, weil ein Teil der Crew erst am Berliner Tor zu uns stieß. Außerdem hatten wir unsere Freude mit einem Busfahrer, der dem Navi nicht traute, den Weg aber selber auch nicht so richtig kannte, und einem Bus, der Kühlwasser verlor. Glücklicherweise hatten wir einen Arzt..ähh..Kfz-Profi und eine Ortskundige mit an Bord, die unsere rechtzeitige Ankunft sicherstellten (Danke, Czerwi! Danke, Nele!). Dass es auf dem Rest des Hinwegs im Bus immer noch entweder zu kalt oder zu heiß war, nahmen wir stillschweigend und duldsam in Kauf. Hauptsache: heil ankommen!
Vor Ort dann auch mal was ganz Neues: ne Passkontrolle (wer war Schuld? ;)…). Dazu sei nur schnell gesagt: ich bin wirklich froh, dass meine Mama dabei war! Weiterhin für uns normalerweise eher unüblich: wir absolvierten eine souveräne Stellprobe. Außerdem sahen Haare und Make-Up zum ersten Mal tatsächlich so aus, wie wir das geplant hatten, weil die Chef-Stylistin Nadine höchstpersönlich Hand angelegt hatte. Und dabei musste natürlich auch der ein oder andere Mund gepudert werden!
Dann ging es los. Die Halle war eher nicht ausverkauft, aber so waren unsere Fans im Verhältnis ziemlich gut vertreten (Danke!!). Als achte Formation stiegen wir ins Wettkampfgeschehen ein und tanzten uns die Füße wund. Keine Zusammenstöße mehr, keine Aussetzer, keine groben Fehler. Man höre und staune: unsere Trainerinnen waren wirklich zufrieden mit unserer Leistung, so dass wir fast hoffen konnten, im großen Finale antreten zu dürfen. Und so kam es auch. A-Finale mit fünf weiteren Formationen.
Der Zirkon an sich ist ja bescheiden – in der Vergangenheit hat sich dies häufig als recht guter Schutz vor Depression und Aggression erwiesen. Also wagte man auch nach einer zweiten Runde, die den Coaches Tränen in die Augen trieb und den Fans Worte der Begeisterung entlockte, nicht darauf zu hoffen, dass die Wertungsrichter kleine Zahlen für uns zücken würden. Die offene Wertung wurde also wie immer mit äußerst gemischten Gefühlen erwartet. Und dann das: 2-3-3-1-2, und kein Halten mehr! Tränen, Jubel, Umarmungen!! Einfach unglaublich!! Wie lange hatten wir auf so eine Wertung gewartet?? In Worte ist das nicht zu fassen. Die Fans forderten: „Wir woll‘n die Mannschaft sehen“ und feierten uns von den Rängen. Yvonne, Andrea, Hanne und Günni sprachen anerkennende Worte und waren genauso stolz wie wir. Ein dritter Platz! Ein Pokal! Scheint, als hätten wir dieses Jahr ein bisschen was richtig gemacht. :)
Die Rückfahrt war entsprechend feucht-fröhlich, unterschied sich aber in Sachen Ausgelassenheit vermutlich nicht wirklich von allen vorigen. Das konnten wir halt schon immer. :) Diesmal bekamen wir allerdings an einer Tankstelle Besuch von ein paar Damen eines Junggesellinnenabschieds, die unser Angebot, sie für 2€ pro Nase mit nach Hamburg zu nehmen (Sonntag hätten sie ja mit Axulit wieder zurückfahren können), ablehnten. Ja nee, ist klar: anner Tanke ist schon schöner… Dafür putze die zukünftige Braut lieber die Frontscheibe des Busses und bescherte dem Busfahrer ein paar reizende Erinnerungsfotos.
Zumindest aber für uns war es ein grandioser, unvergesslicher Tag! Um es mit Topas‘ Worten zu sagen: Babääääääääm! Das hat gerockt! Hamburg kann kommen! :)
Eine kleine Randnotiz in eigener Sache: Dass man einen kleinen Schwips hat, merkt man, wenn man seine Sporttasche im abfahrenden Bus vergisst. Dass man einen großen Schwips hat, merkt man, wenn man dafür plötzlich mit der Tasche einer anderen unterwegs ist – inkl. deren Autoschlüssel. An dieser Stelle sei gesagt: sorry, Franzi, aber hey: nach DEM Tag war ein Schwips einfach nicht zu verhindern! :)
Jessi
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DTB Dance Cup 2010 in Eutin
Zirkon ertanzt sich in der Altersgruppe 18+ den HH-Vizemeister und im Nordcup ((HH+SH) einen 4.Platz
Eine Wertung, die ist lustig – eine Wertung, die ist schön
Die Strapazen des Vortages noch in den Knochen stieg die Mehrzahl von uns widerwillig um 5:00 oder 5:30 Uhr am Sonntag aus den Federn um noch die letzten Buffetzutaten zusammenzusuchen und sich auf den Weg zum Appelhoff zu machen - dort wo der Bus schon zuverlässig wartete.
Dance Cup 2010. Wie ist denn das so schnell passiert? Ich erinnere mich noch daran, dass Yvonnes Studi-VZ- Countdown im 30er-Bereich lag. Nun gut. Nach der Feuerprobe des Vortages sollten wir das dann auch schaffen. Zumindest über die Hälfte der Tänzerinnen waren ja schon vorbereitet, hatten rote Fußnägel und kannten sich mit dem Verheddern in Netzstrumpfhosen aus. Da unsere Ministellprobe bereits um 9:00 Uhr und der Wettkampf um 10:00 Uhr beginnen sollte, blieb uns nichts anderes übrig, als sich inmitten von 4 GFG-Formationen haar- und schminkfertig zu machen. Selbst ohne Haarsprayeinsatz gelang uns eine solide Leistung - auch wenn einige aufgrund des wackelnden Busses keine Fingernägel lackieren konnten, geschweige denn einen ruhigen Magen hatten.
Angekommen, Kabine mit Buffet eingedeckt, Passkontrolle, Stellprobe im Kostüm, letzte Frisuren gemacht und zum Einmarsch mit Schildchen. Während sich Zirkon, Topas und die Teenies in ihren Formationsnamen wiederfanden, konnte man mit „Fabuleit“ jedoch nicht viel anfangen. Auch die gastgebende Moderatorin bemerkte den Tippfehler nicht. Gut, dass wir Günni dabei hatten!
Zwischen all diesen superakkuraten Sportakrobatinnen kamen wir uns doch ziemlich fremd vor. Dennoch freuten wir uns, dem Publikum eine neue Seite unseres Tanzsportes und eine neue Seite von Zirkon zu zeigen. Mit altbekannten Gesichtern im Publikum und kräftiger Unterstützung von Topas, Fabulit, und den Teenies konnten wir erhobenen Hauptes als 6. auf die Tanzfläche schreiten. Zwei Zusammenstöße und kleinere Hebefehler später hatten wir dennoch die Wertungsrichter auf unserer Seite, denn sie bescherten uns eine großartige 17,2 – die nach genauerem Rechnen von A- und B-Note und nach Adam Riese ( A-Note: 8,750 B-Note: 9,2 ) eine 17,95 hätte sein müssen. Egaaal! Wann hatten wir jemals eine solche Wertung gesehen? Der Wahnsinn! Dass Topas im Hamburger Dance Cup den 1. Platz holte, verwunderte uns nicht allzu sehr, jedoch hatten wir für Fabulit auch mehr erhofft. Am tollsten aber war die Reaktion der Teenies, die am liebsten die ganze Halle zusammengejubelt hätten, als sie den Wettkampf in ihrer Altersklasse für sich entschieden.
Die erste wirkliche Pause gab es nach der Bekanntgabe der Teilnehmer für den Nord Cup. Eigentlich hatten wir eingeplant, unseren erstplatzierten Mädels zu applaudieren, doch da haben wir die Rechnung ohne die Wildcard der Wertungsrichter gemacht, die uns doch noch für die nächste Runde qualifizierten. Was für ein Tag! Dennoch mussten wir die Stellprobe und den Beginn des Nord Cups (gepaart mit dem Landesentscheid der Rendez-vous der Besten) abwarten und verknüpften dies mit einer Mittagspause in der stimmungsaufhellenden Sonne. Einige schliefen, einige lernten von Luthers Reden über Gott, andere verdrängten französische Romane. Katrin wurde zur Spinnendomteurin und sorgte für Zirkons persönlichen Glücksbringer! … Jeder, wie er wollte.
Wir allerdings wollten nun tanzen und nach Topas und den Teenies konnten wir endlich als gefühlter zweihundertfünfundneunzigster Programmpunkt auf die unverhältnismäßig glatte Fläche. Ansage: Gefühl!! Und dieses konnten wir heute auch wirklich mal transportieren. Jetzt müssen wir es laut Coach nur noch schaffen, Gefühl, Technik und Rhythmus unter einen Hut zu bringen. Dieser Aufgabe nehmen wir uns gerne an! Die Endwertung von 16,65 (A-Note: 7,950 und B-Note: 8,7) erbrachten uns einen großartigen 4. Platz und wir machten uns nach der Siegerehrung schnell auf den Weg gen Heimat – das Wochenende war schließlich auch lang genug gewesen.
Auf der Rückfahrt läutete Hanne ein Brainstorming für das neue Großraumbild ein und wir leerten die ersten Sektflaschen. Das Leitmotiv einiger: Lieber betrunken als krank! Das lassen wir mal dahingestellt. Weiterhin philosophierten wir über unsere Leistung und Tina merkte an, sie könne höher springen, wenn sie lächle. Das werden wir demnächst mal überprüfen!
Alles in allem ein wundervolles Wochenende mit vielen Erkenntnissen und neuem Ansporn. Saison 2010: Zirkon ist wieder da – und diesmal ganz anders als zuvor. Vielleicht schlagen wir diesmal zu – dann, wenn es niemand erwartet…
Franzi
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Zirkon beim Tostedter Tanzgruppentreffen
Premiere der neuen Choreografie
Zirkon 2010
Premiere in der Ferne…
Zirkon in Tostedt? Jetzt wirklich?! Nach einigem Hin und Her nun also doch! Nicht nur ich war furchtbar aufgeregt, auch die Organisatoren des jährlichen Töster Tanzgruppentreffens warteten voller Vorfreude auf die weitgereisten Gäste aus Hamburg. Mit solchen Tänzerinnen im Programm erhofft man sich natürlich ein volles Haus!
Und so sollte es auch kommen. Zwar waren bei den Stellproben bereits Zuschauer auf den Rängen, mit dem Ansturm zu Beginn der Veranstaltung hatte jedoch niemand gerechnet. Während das Programm pünktlich um 14:30 Uhr eröffnet wurde, waren die mit Privatwagen angereisten Zirkonies in der Kabine noch am Schnibbeln, am Schminken, am Glätteisen vorwärmen, am Nähen und am Quatschen – aber wie sollte es auch anders sein?!
Schließlich sollte an diesem Tage zum allerersten Mal die neue Choreographie „Aranae“ einem bisweilen unbekannten Publikum präsentiert werden. Da will man schließlich gut aussehen! Außerdem waren Haare und Schminkerei noch nicht so wirklich erprobt – da hatte wohl irgendjemand am Trainingstag den Haarkoffer zu Hause vergessen…
Dennoch klappte die Vorbereitung - auch wenn die Glätteisen umsonst geglüht haben. Voller Motivation und um zwei Programmpunkte nach hinten verschoben, ging es nach unten in die Halle zum Aufwärmen. In meine vorbereitete und schließlich doch improvisierte Anmoderation wurde unterschwellig noch ein wenig Schleichwerbung für die Hamburger Turniere eingebaut und dann konnte es auch losgehen. Zirkon auf der Fläche. Ich zittere am ganzen Körper…wieso überhaupt? Keine Ahnung – aber schön war’s! Man merkte förmlich wie die Zuschauer es genossen, zwischen den Kindertänzen auch einen Einblick in den richtigen Wettkampfsport zu erhaschen und es hagelte Komplimente von allen Seiten. Lediglich leichte „Kritik“ schnappte ich von einer Zuschauerin auf: „Manno, da hat mich diese eine Spinne so dermaßen hypnotisiert. Dabei wollte ich mir doch den ganzen Tanz angucken!“ … Naja, das spricht für die Tänzerinnen würde ich mal sagen ;-)
Auch wenn der Auftritt kurz war und die Vorbereitung lang dauerte, eine solche Generalprobe ohne Druck haben wir glücklicherweise nicht verstreichen lassen. Außerdem hat Zirkon viele neue Fans gewonnen, die uns hoffentlich bei den Turnieren unterstützen werden. Meiner Meinung nach ein positives Fazit eines anstrengenden Tages. Und wenn es alles Beteiligten gefallen hat, lässt sich sicher für das kommende Jahr wieder etwas arrangieren…
Auf ein baldiges Wiedersehen in Tostedt und die besten Grüße vom Todtglüsinger Sportverein,
Eure Franzi
Nordheide Wochenblatt, 28.04.2010
Trainingslager Scharbeutz
19. - 21. Februar 2010
Die Vorfreude war groß! Und nun, mit allerlei Knabbereien im Gepäck, einem Haufen schwarzer Trainingsklamotten und einem vollen Kanister Motivation, machten wir uns auf den Weg nach Scharbeutz!
Nicht wie sonst, dauerte unsere Reise zwei ganze Stunden und zahlreiche Staus waren daran Schuld, dass wir nur noch mit der Hälfte unserer Vorräte und gerade noch rechtzeitig zum Abendessen ankamen. Mit vollen Bäuchen und zufriedenen Gesichtern ging es an die Standardprozeduren: Betten beziehen, Taschen auspacken und …sich an alles Vergessene erinnern…
In unserem Zimmer wurde Vergesslichkeit zur Plage. Schon am ersten Abend stellten wir fest, dass Vera ihren Pyjama, Valeriya ihre Zahnpasta, Irina ihre Haarspangen, Tina ihre Hausschuhe und Esther ihre Schminke zu Hause gelassen hatten. Lustigerweise hatte Esther immer noch an Abschminktücher gedacht, die sie mit ihrem verplanten Zimmer gern teilte. Mit gemeinsamen Kräften überlebte unser Zimmer das Trainingslager, keine Sorge…und nun zurück zum Essenziellen:
Wie jedes Jahr versammelten wir uns im Gemeinschaftsraum, um Klamotten, Schminke und Haare auszuprobieren. Ich weiß jetzt nicht, ob es auch jedes Jahr der Fall ist, aber diesmal war Nadine am kreativ-produktivsten und schaffte es mit ihren ersten Haar-, sowie Schminkideen die ganze Mannschaft zu überzeugen. Während Nadine und einige andere am Schuften waren, fand eine chiffrierte und dennoch sehr amüsante Unterhaltung zwischen Andrea und Nicola statt. Soweit wir „Unaufgeklärten“ es beurteilen konnten, ging es um Strandmatte und Surferlook im Haar.
Nach der Arbeit folgte, wie gehört, das Vergnügen. Unseres fing mit einer detaillierten Erklärung der Tabu-Regeln an, was, wie sich in Kürze herausstellte, auch nötig war. Franzi zum Beispiel hatte ihr eigenes Verständnis von Wortverwandtschaften. Wenn man das Wort „Fluss“ erklärt, dürfe man auch nicht „Flüssigkeit“ sagen. Das Spiel selbst ist ein einziger Lachanfall gewesen, denn neben so einfachen Worten wie „Kostüm“ gab es auch andere…Zum Beispiel das Geheimnis der „Mrs. Robinson“, von der keiner was gehört hatte. Nelly kommentierte mit: „Ihr seid alle so jung!“. Die folgenden Erklärungen, wie bizarr sie auch zu sein scheinen, wurden erraten: „Der Bube in Mau Mau: "Wünsch dir was"“(=Joker), „Insel Deutschlands“ (=Mallorca), „da hüpfen alle wild herum“(=Actionfilm) oder „das kann gut hüpfen“ (Edi sagt: Hähnchen). Fazit: Die Zirkonies brauchen nun echt keine Worte, um sich untereinander zu verständigen.
Um ehrlich zu sein, führen diese im Hinblick auf bestimmte Zustände sogar zu noch mehr Verwirrung. So versuchte Lotta zum Beispiel mit: „Ich hab’s am Kopf“ das Wort „Gips“ zu beschreiben. Die Erklärung folgte: "…ah, nee, am Arm! Ich hab’ Grips gelesen, weil ich schon so betrunken bin...“
Zur Krönung des Abends tauften wir Vera noch Mal schnell zu Eva um und plumpsten in unsere Betten, um für die erste Trainingseinheit gut ausgeschlafen zu sein.
An einem schönen Samstagmorgen traf sich unsere Lachtruppe frisch und munter am Frühstückstisch wieder. Schnell wurde allen klar, dass die Schönheitsschläfchen erst Dank der nächtlichen Ausflüge unserer tapferen Trainerin ermöglicht wurden, die sich dazu berufen fühlte für Ruhe zu sorgen=).
Beim Essen diskutierten wir über unsere Babybreivorlieben. Irina empfahl eine uns bisher unbekannte Art: "Ich esse das voll gerne, heißt Herkules-Suppe, aber bei euch essen das, glaube ich, nur die Tiere." –aha, na das erklärt doch einiges^^.
Um 9 trafen wir uns natürlich in der Sporthalle und putzten, putzten, putzten fleißig an unserem Saisontanz. An dieser Stelle noch mal ein besonderes Dankeschön an Yvonne und Andrea, die uns sehr schonend, springseillos und dennoch effektiv quälten;), sowie an Schnatti, Nadine und Nelli für ihre Unterstützung.
Nach dem Mittagessen ging es dann zu einem kleinen Spaziergang über die Eisberge am Strand. Für viele stellte sich erst hier heraus, welche Schuhe uns vor schmerzhaften Stürzen bewahren würden. Tinas zählten anscheinend nicht dazu ;). Von der kalten Brise zurück in die Jugendherberge gescheucht, stand nun die erste Auswertung der Videos an. Besonders Franzi hatte hier mal wieder für einen Lacher nach dem anderen gesorgt. Der kleine Unfall von Tina und Dea erschien ihr anfangs als besonders lustig, um sich danach verzweifelt umzuschauen, ob nicht jemand helfen könnte. Nach der zehnten Wiederholung der Videoaufnahme in Zeitlupe war dann der erste Lachanfall überstanden. Nun waren die nächsten dran. Bei Valeriya beobachteten wir an einer Stelle drei Beine und auch Jessi hatte zu leiden. An dieser Situation war Yvonne nicht ganz unschuldig, denn durch ihre Spulaktionen konnten wir uns Jessis schöne Nackenrolle ein Paar Mal mehr ansehen. Nach der Auswertung hieß es dann hübsch machen für das Fotoshooting vor der unglaublichen Kulisse eines Strandkorbes. Da wir ein besonderes Talent vor der Kamera besitzen, vor allem Franzi mit ihrem top- motivierten Gesichtsausdruck, waren wir innerhalb kurzer Zeit fertig und konnten mit dem Training beginnen. Das Training verlief reibungslos, wobei Dea durch ihren Kommentar „schmeiß dich einfach drauf“, Alessandra ein wenig durcheinander brachte. Nach einem super leckeren Abendessen und einiger Unstimmigkeiten, wer nun bei wem im Auto mit zur Ostseetherme fährt, ging es dann mit „mindestens“ 15 Leuten in das warme Vergnügen.
Wobei die meisten ihren Abend eher entspannt in der Sauna verbrachten, hatten Valeriya, Tina und Vera wohl noch zu viel Kondition. Neben Schneebaden und Treppenjoggen (hat sich etwa noch keiner um einen Aufzug zur Rutsche gekümmert?), wurde eine beinahe vergessene Sportart wiederentdeckt: Hebungen im Wasser. Und nein, nicht à la „Dirty Dancing“, Tina erklärte die Theorie: „Valeriya, leg dich mal auf meine Schultern, wie eine Schlange... also so wie ein Reh“.
Erholt kamen wir dann so gegen halb elf wieder in der Jugendherberge an und haben dort dann die zweite Phase der Auswertung gestartet. Einige nette Bildchen von der Aufwärmung sorgten dafür, dass wir trotz Müdigkeit wieder endlos lachen mussten. Das Toilettenschild der Turnhalle sollte auch angebetet werden, oder Nicky? Völlig geschafft von dem anstrengenden Tag und mit Vorfreude auf den nächsten ging es dann für alle ins Bett.
Nach einer mehr oder weniger langen Nacht trafen wir uns also an Tag drei erneut zum gemeinsamen Frühstück. Warum die Nacht für einige von uns kürzer war als für andere? Nun ja, in einigen Zimmern mag es an den laaangen Gesprächen gelegen haben, bei anderen aber, und damit allen voran bei unserem Coach, lang es an der sagenumwobenen "Bauchfrei"-Super-Fete. Ein Spielverderber will ja keiner gerne sein, aber schließlich waren wir ja hauptsächlich zum Arbeiten da, deshalb machte Yvonne dem Lärm zu geeigneter Zeit ein Ende. Welche Bürde sie damit auf sich nahm, wurde klar, als sie berichtete wie alt sie sich durch diese Aufforderung nach mehr Ruhe fühlte. Schließlich war es nun auch schon das zweite Mal, dass sie für Ruhe gesorgt hatte. Wir sagen noch einmal danke dafür! :-)
Jetzt wurde aber erstmal gegessen. Denn wir wussten ja, dass noch eine wichtige und mit Sicherheit auch anstrengende Trainingseinheit auf uns zukommen würde. So aß die Eine einen bunten Mix, die andere einfach nur Müsli, eine Dritte wieder einmal Babybrei (weil man da ja schließlich weiß, was man hat) und viele von uns stärkten sich mit einer Extraportion Vitamin C in Form von Kiwis.
Wie wir alle wissen, hält ein voller Mund noch lange nicht davon ab ordentlich zu quatschen. Da wurde beispielsweise festgestellt, dass Franzi einen super sexy Blick hat. Ja, das wurde durchaus beneidet, aber keine Sorge Mädels, wir haben ja noch ein bisschen Zeit, um an unserem Blick zu üben, notfalls muss Franzi noch mal ein kleine "Wie gucke ich sexy"-Trainingseinheit einlegen.
Zwischen Frühstück und Trainingsbeginn konnten vielerlei Aktivitäten festgestellt werden: die Kranken und Müden ruhten sich noch mal aus, die etwas Wacheren machten einen kleinen Strandspaziergang (mhh... vielleicht haben das einige auch nur zum Wachwerden gemacht). Franzi, Tina und Valeriya durften schon einmal vorarbeiten :) Dankeee. Wobei Valeriya mal wieder die Zeit verduselte und auf einmal... hups... wieder zu spät dran war.
Dann hieß es für uns alle: Training! Ja ja, da wurde der Muskelkater so richtig schön ausgekostet. Zum Glück hatte der Coach Gnade und so blieben die Seile erneut in der Tüte. Juhu :) Zu Beginn hüpfte jede von uns mit ihrem Fehlerzettel tanzend durch die Halle. Wir wollten ja alle unsere Fehler ausmerzen. Nach der kurzen Vorbereitungszeit haben wir den Tanz von hinten nach vorne aufgerollt, sozusagen. Ganz zum Schluss haben wir uns dann noch dem Anfang gewidmet. Hier sollten wir vor allem "eklig denken".
Völlig fertig aber glücklich ging es zum Mittagessen wobei Edi und Jessi sich leider schon früher verabschieden mussten, aber gut, für einen Skiurlaub, hätte das wohl jeder gern gemacht. Mit regenerierten Kräften ging es nun ans Zimmer sauber und leer machen. Doch wohin mit dem zusammengefegten Dreck, fragten wir uns, wo wir doch die Schaufel nicht finden konnten. Ja da hatte jeder so seine eigene Lösung: unter den Mülleimer, in die Ecke oder auf den Flur. Aber pssst. ;-)
Bei der Abschlussbesprechung wurde neben allerlei Organisatorischem auch eine tolle Neuigkeit gelüftet: Unser Vorstand hat jeder Turniergruppe 500 Euro (!!!!!!!) zur freien Verfügung gestellt. DANKE HANNE UND GÜNNI!!!! Da haben wir uns riesig gefreut!
Glücklich und zufrieden und auch ein bisschen geschafft (aber nur ein bisschen ^^) gingen wir auseinander. Jede Kleingruppe zu ihrem Auto. Nichts Böses ahnend fuhren wir los. Doch plötzlich, als Esther auf die Autobahn fahren wollte und in ihrem Seitenspiegel schaute, fiel ihr auf, dass da ein paar Teile fehlten. Ja... da war die Aufregung zunächst groß. Und was macht man, wenn man nicht mehr weiter weiß? Richtig, man ruft die Boldts an :-) Später stellte sich heraus, dass alles nicht so schlimm war wie befürchtet. Die Teile wurden eingesammelt und wieder aufgesteckt.
Tja, da bleibt uns nur noch zu sagen: SCHÖN WAR'S!!!
Nicht zuletzt haben wir das unseren beiden Coaches Yvonne und Andrea, dem Multi-Media-Profi Michi, unserem Vorstand Hanne und Günni und den lieben Helfern Schnatti und Nadine zu verdanken!
Also: Ein ganz großes Dankeschön an euch alle!!!
Bilder von Nadine und Michi. Die Formationsbilder als download im Formationsbereich.
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